Was für eine schwere und anstrengende Übung.
Ein Gesicht zeichnen und das Eigene noch dazu ... das
ist ja mal eine Herausforderung, der ich mich gar nicht
gerne gestellt habe .. das habe ich sofort gemerkt ... und
auch noch blind dazu .. das darf ja fast nicht wahr sein.
Doch so kam ein Antlitz heraus, das mich erschreckte und
ich einfach nicht wusste, wie ich mich darauf einlassen
sollte ... immer wieder abnehmen, spachteln, draufhauen und
wieder wegnehmen .. ein Unzufriedenheit mit dem Mund, mit den Augen, mit den Ohren .. einfach mit ALLEM! ... Ich war
so was von geladen und doch hoffnungslos .. ja .. vielleicht
war es diese Leinwand, die mich einschränkte .. aber ich habe
dann am Abend auch immer wieder dieses Gefühl der
Unzufriedenheit gehabt!

 

 

Dann war es nur noch ein Verzerren und
Verziehen .. was mich dann wirklich beruhigt hat, das waren diese Figuren, die ich am Schluss noch reingezeichnet habe.
Die haben mich ein wenig versöhnlich gestimmt mit dem Bild.
Habe es auch mitgenommen,

nach Hause und Josi hat es aufgehängt ... passt ja ... aufhängen ... in eine Ecke ...
da hängt es wohl noch eine Weile.
Und eigentlich wollte ich etwas daran verändern,
aber Josi hat es nicht zugelassen .. auch gut.
So sehe ich Dich, du Gesicht ...
Jeden Tag bist Du mir jetzt im Blick ...

 

 

Ich will Dich nicht aus den Augen lassen ...
Du willst mich nicht aus den Augen lassen ...
Trotzdem bist du nicht echt ..
Wer bist du?
Vielleicht werde ich es Dir eines Tages sagen können ...
Oder du mir ...
Wohin wird uns das alles führen ... kann und wird ...
Ich stimme mich ein auf dich ... lass dich so wie du bist ..
Verändert habe ich dich ja oft genug .. jetzt sollst du erstmal deine Ruhe haben .. Ruhe in Frieden oder
Ist der Frieden nur trügerisch .. wer weiß …
Sei umarmt!